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Ausstellungen

Es wird heute viel gereist ...

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Unterwegs! Allerlei Gründe zum Reisen

Die neue Ausstellung in der Burg Maur ab Samstag, 19. November 2016

Ausstellung bis September 2018, jeden 1. und 3. Sa im Monat von 14 bis 17 Uhr oder auf Anfrage

Es wird heute viel gereist, wir sind mehr denn je unterwegs. Pendler und Migranten, Pilger und Kulturkonsumenten, Businessleute und Kongresstouristen, Urlauber und Reiseführer zu Destinationen in aller Welt, zu Fuss, motorisiert, zu Schiff und im Flug – die Mobilität ist zum Massenphänomen geworden. Wer unterwegs ist, erweitert sein Weltbild, und wer das will, muss reisen: «Ergründe kühn das Leben, vergiss nicht in der Zeit, dass mit verborgnen Stäben misst die Unendlichkeit!» Die Strophe aus Gottfried Kellers Cantate zum 60jährigen Jubiläum der Hochschule Zürich von 1883 besagt, dass es auf unserer Lebensreise nicht darauf ankommt, wie viele Kilometer wir zurückgelegt haben, dass vielmehr die inneren Dimensionen zählen, die wir beim Reisen durchmessen und erleben. Sie bildet gleichsam das Motto der Ausstellung.

Die Ausstellung in der Kunstkammer zeigt seltene Bilddokumente aus dem 17. bis 21. Jahrhundert zu Alpenreisen, Badereisen, Bildungsreisen, Forschungsreisen, Hochzeitsreisen, Schweizerreisen, Sensationstourismus, Reisen aus Kriegsgründen, Flüchtlinge und Voyages pittoresques. Zwölf prachtvolle Ansichten aus einer berühmten Reise von 1802, entlang dem Lauf der Birs von der Quelle zur Mündung, verdeutlichen den Lauf einer Lebensreise. Man begegnet auch Pendlerströmen und exotischen Ferienzielen und kommt mit Photochrom um die Welt. Die Auslage von Ansichtspostkarten der Jahrhundertwende um 1900 vermittelt Grüsse aus vielen Destinationen und eine Ahnung von den Fortbewegungsmitteln in früheren Zeiten, vom Pferd über die Eisenbahn und das Automobil bis zum Zeppelin. Der illustrierte Reisebericht von Maurmer Schulkindern über ihren Ausflug zur Taminaschlucht 1946 kann integral eingesehen werden. In einer neuen Präsentation veranschaulichen die Guckkastenbilder des 18. Jahrhunderts in der Herrliberger-Sammlung die damalige Wahrnehmung der weiten Welt.

Flyer zur Ausstellung


Verlagswerk von David Herrliberger

Bild der Ausstellung
permanent

Herrliberger-Sammlung
Burgstrasse 8

Die Herrliberger-Sammlung in der Burg ist als kulturgeschichtliches Museum im Kanton Zürich einzigartig. Die Ausstellung zeigt im zweiten Stock der Burg in ständiger Präsentation wesentliche Teile des Gesamtwerks von David Herrliberger. Die Schausammlung wurde 1976 eröffnet und seither mehrmals verändert, zuletzt 2006 neu eingerichtet. Ausführliche Texte zu den Exponaten beleuchten Herrlibergers Persönlichkeit und erläutern das Umfeld seiner Unternehmungen. Besonders gewürdigt werden Bernard Picart und die Ceremonien, Herrlibergers Topographie mit den daran beteiligten Künstlern, die Kaufrufe sowie das Wirken des Gerichtsherrn. Der Betrachter gewinnt Einblick in die Verlags­produktion eines Bildermachers im Zeitalter der Aufklärung, der als Alleinunternehmer in seinem Jahrhundert herausragt.



Salomon Landolt (1741–1818) und Salomon Gessner (1730–1788)

Bild der Ausstellung
permanent

Salomon-Kabinett
Burgstrasse 8

Im Salomon-Kabinett sind Kunstwerke von Salomon Landolt (1741–1818), dem Scharfschützenoberst und legendären Landvogt von Greifensee, und von Salomon Gessner (1730–1788), dem berühmten Buchverleger, Dichter und Maler der Idylle, ständig ausgestellt. Zwei miteinander befreundete Persönlichkeiten, die zu den bedeutendsten Gestalten unter den nichtprofessionellen Zürcher Künstlern des 16.–20. Jahrhunderts gehören, treten eindrucksvoll in Erscheinung.

Gemälde von Hermann Hinderling

Maur um 1900
permanent

Mühle Maur, Pétua-Zimmer
Burgstrasse 13

Drei Gemälde (und weitere Beispiele in einer Dokumentation aufliegend) des in Maur aufgewachsenen Genre- und Historienmalers mit Ausbildung an der Ecole nationale et spéciale des Beaux-Arts in Paris. Sein Gemälde Das einzige Kind, die Darstellung eines verzweifelten Vaters, der den toten Sohn betrauert, wurde an der Weltausstellung in Paris 1900 mit einer Medaille ausgezeichnet (1928 im Eigentum des Erziehungsdepartements Basel-Stadt).

Zeitungsartikel „Ostschweiz am Sonntag vom 19.4.2015

Léon und Jeanne Pétua in der Mühle Maur

Marie Pétua
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Mühle Maur, Pétua-Zimmer
Burgstrasse 13

Eine Auswahl von Gemälden aus dem Nachlass der Marie Treichler-Pétua zum Andenken an das künstlerische Schaffen von Vater Léon Pétua und Schwester Jeanne Pétua



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